zweier-Eröffnungen im FORUM D Plus (ähnlich BENJAMIN-TWOS)
1. ÜBERSICHT
Im FORUM D-Grundsystem wurden 2 Karo, 2 Coeur und 2
Pik als starke 2er-Eröffnungen mit mindestens 6 Karten in der eröffneten Farbe
und i.a. mehr als 20 FL-Punkten gespielt. Die Eröffnung mit 2 Treff war
die stärkste überhaupt und war partieforcierend. Da solche starken Eröffnungen
nur sehr selten, 6er-Längen in Coeur oder Pik mit schwachen Blättern unterhalb
von Eröffnungsstärke jedoch vergleichsweise häufig vorkommen, bedeuten 2 Coeur
und 2 Pik nun schwache 2er-Eröffnungen bzw. sogenannte „weak twos“. Als
Ersatz für alle starken, semiforcierenden Eröffnungen gilt nun 2 Treff, während
2 Karo partieforcierenden Blättern vorbehalten bleibt. Es ergibt folgendes
Schema:
|
Eröffnung |
Bedeutung, Anforderung |
Bemerkung |
|
2 SA |
20-21 FL-Punkte, gegenüber Grundsystem um einen 1
FL ermäßigt. 22-23 FL werden nach einer 2 Treff-Eröffnung durch späteres 2 SA
gezeigt. Punktunterschiede bei Stayman und quantitativen Hebungen beachten! |
Diese Änderung erweitert die Reizmöglichkeit von 2
SA-Blättern auf zwei mögliche Bereiche. |
|
|
6er-Länge unterhalb von Eröffnungsstärke, d. h.
etwa 6-10 F-Punkte. In der langen Farbe sollten mind. 3 F-Punkte bzw. 2
Figuren sein. Die Hand sollte keine andere Oberfarbe zu viert und keine
andere Unterfarbe zu fünft enthalten. Es sollen auch keine Chicane oder 2
Verteidigungsstiche in den Nebenfarben vorhanden sein. |
Diese Eröffnungen haben den Charakter kleiner
Sperransagen, da sie dem Gegner Bietraum wegnehmen. Vorsicht bei der
Weiterreizung, da in den anderen Farben nicht viel da sein kann. Alertieren! |
|
|
Diese Eröffnung wird mit allen Händen unabhängig
von der Verteilung ab 24 FL-Punkten gemacht, oder wenn dem Eröffner alleine
genau ein Stich zum Vollspiel fehlt (9 Stiche in einer Oberfarbe und 10
Stiche in einer Unterfarbe). |
Diese künstliche Eröffnung erfordert einen Punkt
mehr als die frühere 2 Treff-Eröffnung des FORUM D-Grundsystems. Alertieren! |
|
|
Hierbei handelt es sich um ein beliebiges Semiforcing,
das für mindestens eine Runde forciert. Die Eröffnung kann verschiedene Bedeutungen
haben: l Starker Einfärber (6+) mit 20-23 FL oder (5+) mit 22-23 FL bzw.
8-8,5 Spielstichen in einer Oberfarbe und 8½-9½ Spielstiche in einer Unterfarbe.
Eine andere 4er-Unterfarbe ist erlaubt. l SA mit 22-23 FL (siehe oben) l starker Oberfarben-Zweifärber mit mind. 5-5 in guten Farben, 18-21
F-Punkten und nur 3-4 Losern. l 5er-Oberfarbe mit 22-23 FL (andere Oberfarbe nicht zu viert). |
Soweit es sich um Einfärber handelt, können diese
auch in Unterfarbe sein. Da 2 Treff nicht mehr die stärkste Ansage ist,
alertieren nicht vergessen! |
Zweier-Eröffnungen
2. Schwache 2 Coeur / 2 Pik-Eröffnungen
(Weak two in den Oberfarben)
Weak twos
2.1 allgemeines
Zusätzlich
zu den auf der Vorseite gemachten Angaben sei noch auf folgende Punkte
hingewiesen:
Bei
Eröffnungen in erster Hand besteht die Sperrwirkung für beide Gegner, d. h. in
erster Hand sollte man tunlichst mit jeder halbwegs geeigneten Hand beginnen.
Wenn
man in dritter Hand sitzt und bereits zweimal gepasst wurde, muss die vierte
Hand ein relativ starkes Blatt haben. In diesem Fall sollte man auch mit rein
destruktiven Blättern eröffnen.
Beispiel:
2 Pik auch mit
|
D B 9
8 6 5 |
Ein
Sonderfall ergibt sich, wenn man nach dreimaligem passe in vierter Hand sitzt.
Zunächst kann man in vierter Hand keinen Gegner mehr sperren. Passt man nun
auch, bekommt man eine Null als Anschrift. Eröffnet man und fällt, bekommt man
eine negative Anschrift. Wenn man dennoch eröffnet, muss man gute Chancen für
die Erfüllung des Kontraktes, d. h. einen Plus-Score, sehen. Aus diesem Grunde
sollte man die Stärke in 4. Position etwas anheben, d. h.
2 Coeur mit 10-12 F
2 Pik mit 9-11 F.
Ein
weiterer Gesichtspunkt bei der Eröffnung 2 Coeur ist die Gefahr, dass die
Gegner doch noch einen eventuellen Pik-Fit finden. In einem solchen Fall hätte
man „für die Gegner“ eröffnet. (Denken Sie an die 15er-Regel: Eröffnen Sie an
4. Hand tunlichst nur, wenn Punkte und Piklänge zusammen mindestens 15 ergeben
(z. B. 12 F und 4er-Pik)
Hat
man neben einer sehr schönen Sechser-Oberfarbe eine zweite, sehr schwache
Vierer-Oberfarbe, kann man die Eröffnung der guten Sechser-Oberfarbe durchaus
in Erwägung ziehen.
2.2 Ungeeignete Blätter für eine schwache
Zweiereröffnung
|
1 |
A D 8
7 6 3 |
|
2 |
4 |
|
3 |
D 10 9 8 6 3 |
|
Ungeeignet
durch zweite |
|
Ungeeignet
durch zweite |
|
Ungeeignet durch zwei Verteidigungsstiche
in den Nebenfarben. |
|||
2.3 Partnerantworten
Zweier-Eröffnungen
Weak twos, Partnerantworten
Es
gilt folgendes Schema für das Partnergebot:
|
Partnergebot nach 2 ©/2ª |
Bedeutung |
|
|
|
Eine Farbhebung ist in jedem Fall ein Abschlussgebot
und fordert den Eröffner zum Passen auf. Die Hebung soll die Sperre
insbesondere nach einer gegnerischen Intervention verlängern und kann daher
einen präventiven Charakter haben. Die Hebung ins Vollspiel kann mit starken
(ca. 17-19 FV) oder schwachen Blättern erfolgen. |
|
|
|
Ein Farbwechsel ist rundenforcierend mit
einer guten 6er-Länge und 16+FL-Punkten. Der Farbwechsel lässt einen Misfit
vermuten. Mit zwei Karten in einer der 6er-Längen könnte ein Fit bestätigt
werden. |
|
|
|
Abschlussgebot zum Spielen. Eröffner muss passen, da ein
Oberfarbenfit nicht gefunden wurde. Die Nebenfarben sollten vom Partner
gedeckt sein. Wegen Übergangsschwierigkeiten ist die Eröffnerfarbe nicht
immer zu verwerten. |
|
|
|
Forcierendes Gebot ab 15 FV oder 15 FL zur Untersuchung
von Vollspiel- und Schlemm-Möglichkeiten. Bietet der Partner anschließend 3
SA, hat er in der Eröffnerfarbe nur ein Double. Für den Eröffner bieten sich
folgende Möglichkeiten für sein zweites Gebot: |
|
|
|
Wiedergebot des Eröffners l Wiederholung der Oberfarbe l neue Farbe auf 3er-Stufe l 3 SA l neue Farbe auf 4er-Stufe l 4 Pik (Eröffnerfarbe) l 4 Coeur (Eröffnerfarbe) |
Bedeutung zeigt Minimum, nicht forcierend! mehr als Minimum, Werte (As, König) in der neuen
Farbe, jedoch nicht unbedingt Länge. Maximum (10-11 FL) ohne Single, verteilte Werte in
den Nebenfarben Maximum, Single
in dieser gereizten Farbe, kein As oder König in den benachbarten Farben Maximum, kein Single, gute Trümpfe Maximum, Single in Pik, gute Trümpfe |
2.4 Partnerantworten nach gegnerischer
Zwischenreizung
Zweier-Eröffnungen
Weak twos, Partnerantworten
|
Wenn nach
der weak-two-Eröffnung der Gegner in zweiter Hand zwischengereizt hat: |
|
|
Partnergebot |
Bedeutung |
|
Farbhebung |
unverändert präventiv oder positiv (ggf. bis
Vollspiel) |
|
2 SA |
unverändert Forcing |
|
3 SA |
unverändert zum Spielen |
|
neue Farbe |
nicht mehr forcierend |
|
neue Farbe im Sprung |
gute Farbe und außerdem Fit in Eröffnerfarbe
(Fit-Sprung) |
|
Kontra |
Strafkontra |
|
Rekontra |
Interesse an Strafkontra |
2.5 Beispiele für Weiterreizungen
Bei mittleren Blättern im Bereich von Eröffnungsstärke
(beide Parteien haben ungefähr gleich viele Punkte) kann es günstiger sein,
zunächst zu passen und dann nach einer eventuellen Gegenreizung in Abhängigkeit
von der Gefahrenlage die Situation neu zu überdenken. Dabei sollte man dem
Eröffner nicht mehr als 5-6 eigene Stiche zutrauen, von denen vermutlich höchstens
einer außerhalb der Trumpffarbe zu suchen sein wird.
Für die folgenden Beispiele von Partner-Händen sei
angenommen, dass gemäß (a) eröffnet wurde und keine gegnerische Zwischenreizung
erfolgte. (b) zeigt das Partner-Gebot.
|
1 |
A K B
10 7 6 |
|
2 |
A D B |
|
3 |
D 4 2 |
|
a) 2 Coeur b) 2 Pik, 6er-Länge mit |
|
a) 2 Coeur |
|
a) 2 Pik |
|||
|
4 |
B 9 6 3 |
|
5 |
7 |
|
6 |
K 10 |
|
a) 2 Pik |
|
a) 2 Coeur |
|
a) 2 Pik |
|||
2.6 Einige Komplettbeispiele
Zweier-Eröffnungen
Eröffner Partner
Weak twos, Beispiele
|
1 |
K D 9
8 7 4 |
A 3 2 |
2 Pik |
passe |
|
2 |
D 6 |
A K B
10 8 5 |
2 Coeur |
2 Pik |
|
3 |
A D B
7 6 4 |
8 |
2 Pik |
2 SA (wegen des Singles in Pik nicht ideal, aber viele Punkte) |
|
4 |
9 8 |
K D |
2 Coeur |
2 SA |
|
5 |
K D B 8 7 5 |
A |
2 Pik |
2 SA (Notlösung) |
|
6 |
K B 10 8 6 4 |
9 7 |
2 Pik |
2 SA |
|
7 |
3 |
K 7 4 |
2 Coeur |
passe |
|
8 |
K B 10 8 6 4 |
7 3 |
2 Pik |
2 SA |
|
9 |
A D 10 8 6 2 |
K 9 7 4 |
2 Pik (Gegner:
Kontra!) |
4
Pik
(zumindest in Nicht-Gefahr gegen Gefahr, da kaum mehr als 2-3 Faller zu
erwarten sind. Besser als Gegners 4 Coeur! |
RKCB=Roman Key Card Blackwood, System 3041
2.7 Beispiele mit Gegenreizung
Zweier-Eröffnungen
Weak twos, Beispiele
|
|
Eröffner |
Partner |
Eröffnung |
Gegner |
Partnergebot |
Gegner |
|
1 |
K D 9 8 7 4 |
A 3 2 |
2 Pik |
Kontra |
4
Karo (Fitsprung) |
4 Coeur oder passe |
|
2 |
9 5 |
D 7 |
2 Coeur |
2 Pik |
2
SA |
passe |
|
3 |
4 |
D B 9 6 3 |
2 Coeur |
2 Pik |
Kontra
|
? |
|
4 |
K D 10 8 7 6 |
9 3 2 |
2 Pik |
kontra |
3
Pik |
? |
|
5 |
4 |
7 6 |
2 Coeur |
2 Pik |
3
Treff |
? |
|
6 |
4 |
D 7 6 |
2 Coeur |
2 Pik |
passe |
? |
|
7 |
A D 9 8 6 4 |
7 |
2 Pik |
Kontra |
Rekontra |
3 Coeur |
Zweier-Eröffnungen
3. DIE 2 TREFF-ERÖFFNUNG (SEMIFORCING)
2 Treff Semiforcing
Wie eingangs erwähnt, handelt es sich bei der 2
Treff-Eröffnung um eine Semiforcing-Eröffnung, die sehr stark ist, verschiedene
Typen von Händen umfassen kann und für wenigstens eine Runde forciert. Eine
solche Eröffnung darf daher nicht gepaßt werden!
3.1 Beispiele für eine 2 Treff-Eröffnung
|
1 |
A K B
9 8 7 |
|
2 |
A D |
|
3 |
A K D
8 2 |
|
22
FL, 6er-Länge |
|
23
FL, 5er-Länge |
|
20 FL, 5-5 Verteilung |
|||
|
4 |
A D |
|
5 |
9 |
|
6 |
A K D
B 8 7 |
|
23
FL, SA-Verteilung |
|
ca.
9 Spielstiche mit Unterfarbentrumpf. |
|
8½
Spielstiche mit Oberfarbentrumpf |
|||
3.2 Die Weiterreizung nach einer 2
Treff-Eröffnung
Die übliche Weiterreizung nach 2 Treff ist 2 Karo,
was als Warte- bzw. Relaisgebot zu betrachten ist. In Ausnahmefällen mit
5-5-Verteilungen und ab 8 F-Punkten werden andere Gebote verwendet.
|
Partnergebot |
Rückgebot
des Eröffners |
Bedeutung |
|
Fast
obligatorisches Wartegebot! Ausnahmen für 5:5-Verteilungen siehe unten! |
2 Coeur/2
Pik |
6er-Länge,
20-23 FL, 8-8½ Spielstiche oder 5-4 ist möglich, jedoch nicht in 2 Oberfarben |
|
2 SA |
22-23 FL, gleichmäßig verteilt |
|
|
3 in Farbe |
7er-Länge,
8-8½ Spielstiche in Oberfarbe |
|
|
3 SA |
mind. 5-5 in den Oberfarben, 18-21 F, etwa 3-4
Loser, gute Farbqualität |
|
|
4 Coeur/4 Pik |
stehende 7er-Farbe mit einem Seiten-As, |
|
(2 Treff)-2 Coeur |
5-5, 5er-Coeur und eine andere 5er-Farbe, ab 8
F-Punkte |
(2 Treff)-2 Pik |
5-5, 5er-Pik und eine 5er-Unterfarbe, ab 8
F-Punkte |
|
(2 Treff)-2 SA |
5-5, beide Unterfarben, ab 8 F-Punkte |
Aus der obigen Tabelle wird ersichtlich, dass der
Eröffner nach 2 Treff – 2 Karo einen Unterfarb-Einfärber nur auf der 3er-Stufe
zeigen kann und dafür eine 7er-Länge verlangt wird. Der Grund für diese
Forderung liegt darin, dass der Partner mit einem Gebot auf der 3er-Stufe zwar
einen Stopper zeigen kann oder ein Cue-Bid abgeben kann, nicht jedoch
gleichzeitig eine Länge in einer Oberfarbe zeigen kann. 5:3-Fits in einer
Oberfarbe (5 beim Partner, 3 beim Eröffner) sind daher nicht mehr feststellbar.
Sind auch 3 SA nicht möglich, muss das Spiel in der Unterfarbe auf der 4er-
oder 5er-Stufe gereizt werden, was bei nur 6 Karten beim Eröffner zu gefährlich
wäre. Zum Problem der starken Unterfarb-Einfärber wird auch auf Abschnitt 5
verwiesen.
Zweier-Eröffnungen
Weiterreizung nach 2 Treff
3.2.1 Rückgebot des Eröffners und zweites Partnergebot nach 2
Treff – 2 Karo
|
Rückgebot |
2. Gebot des Partners |
Punkte des Partners und
Bedeutung |
|
2 Coeur/2 Pik |
passe |
wenn
Vollspiel nicht möglich |
|
3 Treff/3 Karo |
passe |
0-2
FL |
|
3 Coeur/3
Pik |
neue Farbe |
Cue-Bid |
|
3 SA (5:5
in Oberfarben) |
4 in UF |
Cue-Bid |
3.2.2 Weiterreizung nach Zwischenreizung
des Gegners (2. Hand)
bis
5-6 F: passe Kontra des Eröffners ist dann Info-Kontra
mindestens 6-7 F (Partieforcing) neue
Farbe gute 5er-Länge
SA Deckung
in Gegnerfarbe
Kontra ausgeglichen,
ohne Deckung in Gegnerfarbe
Überruf Kürze
in Gegnerfarbe, Schlemminteresse
3.3 Komplettbeispiele für 2
Treff-Eröffnungen
|
1 |
A K B
8 7 3 |
D 4 |
2 Treff |
2 Karo |
|
2 |
D 6 |
B 7 5 |
2 Treff |
2 Karo |
Komplettbeispiele (Forts.)
Zweier-Eröffnungen
2 Treff Semiforcing, Komplettbeispiele
|
3 |
A D B 7 6 |
K 5 4 |
2 Treff |
2 Karo |
|
4 |
A D |
6 5 |
2 Treff |
2 Karo |
|
5 |
K D |
A 6 4 |
2 Treff |
2 Karo |
|
6 |
A D B
10 8 6 |
9 |
2 Treff |
2 Karo |
|
7 |
A D 2 |
K B 7
6 5 |
2 Treff |
2 Pik (5-5) |
|
8 |
A D 2 |
9 8 |
2 Treff |
2 SA (5-5 in U.
F.) |
|
9 |
A K 8
4 |
D B 6 5 |
1 Coeur (wegen
4er-Pik) 5 Karo (Trumpfdame?) 6 Pik |
2 Treff (wegen 13
FL) 5 Treff (0 Key
Cards) 6 Treff (ja +
Treff-König) |
4. Die 2 Karo-Eröffnung (vollspielforciNG)
Zweier-Eröffnungen
2 Karo Vollspielforcing
Alle Hände ab 24 FL und/oder Hände, denen
höchstens ein Spielstich zum Vollspiel fehlt (9 Spielstiche mit einem
Oberfarben-Einfärber, 10 Spielstiche mit einem Unterfarben-Einfärber)
werden konventionell mit 2 Karo eröffnet. Die Weiterreizung sollte bis
zum Vollspiel führen.
4.1 Beispiele für eine 2 Karo-Eröffnung
|
1 |
A D B |
|
2 |
A K D |
|
3 |
A K D
8 2 |
|
24
FL, 6er-Länge |
|
27
F, SA-Verteilung |
|
25
FL, 5er-Länge |
|||
|
4 |
K D B |
|
5 |
A K B
10 8 7 4 |
|
23
FL, 10 Spielstiche in UF |
|
22
FL, 9½ Spielstiche in OF |
||
4.2 Die Weiterreizung nach einer 2
Karo-Eröffnung
Partnergebote auf der 2er-Stufe werden im Hinblick auf mögliche Schlemmreizungen abgegeben. Das Gebot von 2 Coeur ist auf maximal 7 F begrenzt. 2 Pik und 2 SA zeigen ab 8 F bzw. 1 As und 1 König und legen eine Schlemmreizung nahe. Gebote auf der 3er-Stufe zeigen weniger als 8 F, jedoch eine 6er-Länge mit 2 Topfiguren (aber nicht A K, dies müsste über 2 Pik gereizt werden).
|
Partnergebote |
Bedeutung |
|
2 Coeur |
konventionell, negativ, Ablehnung, 0-7 F-Punkte,
auch Wartegebot, alertieren! |
|
2 Pik |
konventionell, ab 8 F (oder 1 As +1 König),
ungleichmäßig oder mit 5er-Oberfarbe, alertieren, forcing bis 4 SA |
|
2 SA |
konventionell, ab 8 F-Punkte, (oder 1 As + 1
König), gleichmäßig ohne 5er-Oberfarbe, forcing bis 4 SA |
|
3 in Farbe |
weniger als 8 F-Punkte, aber 6er-Länge mit zwei
Topfiguren, jedoch nicht As und König |
Für die Wiedergebote des Eröffners gibt es folgende
Empfehlungen:
|
Wiedergebot des Eröffners |
Bedeutung |
|
Farbe |
mindestens 5er-Länge (Aber: nach 2 SA ist 3 Treff
Stayman, alertieren!) |
|
Alle Sprünge ins Vollspiel |
Abschluss |
|
2 SA |
stärker als die 2 SA-Eröffnung, 3 Treff vom
Partner ist dann Stayman, alertieren! |
4.3 Einige Komplettbeispiele
Zweier-Eröffnungen
2 Karo Vollspielforcing, Beispiele
|
1 |
K 3 |
B 10 8
4 3 |
2 Karo (24 F) |
2 Coeur (<8 F) |
|
2 |
A K D |
7 6 4 |
2 Karo (9½ Spielstiche) |
2 Cœur (0-7 F) |
|
3 |
A K 8
7 |
D 6 5 |
2 Karo (26 F) |
2 SA (8+F,
ausgeglichen) |
|
4 |
8 7 |
D 6 5 |
2 Treff (nur 9
Spielst.) |
2 Karo (Relay) |
|
5 |
A D 3 |
- |
2 Karo (26 FL) |
2 Pik (ab 8 F, unausgegl.) |
In diesem Beispiel könnte der Eröffner auch mit 5 SA nach Königen fragen (Der Coeur König ist bereits als Key Card genannt; die beiden Pik-Cue-Bids deuten auf eine Chicane oder einen Single-König hin). Hört der Eröffner nun als Antwort 6 Karo, kann er auf den Treff König schließen und 7 Coeur ansagen. Je nach Vereinbarung kann man auch mit 6 Treff nach Treffkontrollen fragen.
|
6 |
K D 4 |
8 6 |
2 Karo (25 F) |
2 Coeur (0-7 F) |
|
7 |
K D 6 |
5 |
2 Karo |
2 Coeur |
|
8 |
A K 6 |
5 4 3 |
2 Karo (24 FL) |
3 Treff (6er, < 8
F, 2 Top-
|
Zweier-Eröffnungen
4.4 Partnergebote nach gegnerischer
Zwischenreizung
2 Karo Vollspielforcing, nach Zwischenreizung
Die
gegnerische Zwischenreizung kann sich auf eine Farbe beziehen oder als Kontra
(falls nicht anders vereinbart) eine gute Karofarbe zeigen.
|
Partnergebote |
Bedeutung |
|
passe |
Keine 5 Punkte mit mindestens einem König oder As, |
|
Neue Farbe |
Ab 5 F, gute 5er-Farbe |
|
SA |
Ab 5 F, Deckung in Gegnerfarbe |
|
Kontra |
Ab 5 F, tendenziell ausgeglichen ohne Deckung in
Gegnerfarbe |
|
Überruf der Gegnerfarbe |
Kürze in Gegnerfarbe und Schlemminteresse |
4.4.1 Beispiele
|
|
NACH |
Partnerhand |
Partnergebot |
Bedeutung |
|
|